Mit dem Kauf eines IQmino Puzzles unterstützen Sie die Leprahilfe Senegal
Wenn Sie ein IQmino Holzpuzzle kaufen, unterstützen Sie damit gleichzeitig die Leprahilfe Senegal, denn ein Teil des Verkaufserlöses kommt dieser Einrichtung zu. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Leprahilfe Senegal näher vor.
Die Leprahilfe Senegal
Internet: www.leprahilfe.at
Die Leprahilfe Senegal ist eine überparteiliche und konfessionell ungebundene Privatinitiative, die seit mehr als 30 Jahren Leprakranke und ihre Angehörigen in Senegal betreut. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf das 100 km südlich von Dakar gelegene Dorf MBalling, in dem 1000 Leprakranke zusammen mit anderen Dorfbewohnern leben.Dank der großzügigen Spenden in diesem Jahr konnten wir neben unseren regelmäßigen Aktivitäten im Lepradorf MBalling, erstmals auch für schwerbehinderte Lepröse in Darou Salam tätig werden. Darou Salam ist ein Armenviertel der nahe gelegenen Stadt MBour. In diesem Armenviertel leben hunderte Lepröse unter unbeschreiblichen Umständen. Diese Menschen leben ohne Strom und ohne Wasserversorgung. Ihre alten Strohhütten bieten nur unzureichenden Witterungsschutz und entsprechen nicht den hygienischen Notwendigkeiten. Die Brandgefahr ist eine ständige Bedrohung vor allem für Kleinkinder und Schwerbehinderte.
Was ist Lepra eigentlich?
Hervorgerufen wird diese Krankheit durch ein Bakterium, das ein naher Verwandter des Tuberkulose-Bakteriums ist. Es wird auch von Haut- und Nerventuberkulose gesprochen. Die Übertragung dürfte durch Kontaktinfektion stattfinden. Dabei ist das Bakterium äußerst träge, und eine Ansteckung kann nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen. Das Immunsystem des Erkrankten muss - meist durch Unterernährung oder vorangegangene Erkrankungen wie Malaria - geschwächt sein. Schlechte hygienische Bedingungen fördern ebenfalls die Entstehung von Lepra. Bei dieser Krankheit sterben die Nerven ab, und die Betroffenen verlieren das Gefühl für Kälte, Wärme und auch Schmerz. Ohne Behandlung verletzen sich die Patienten oft unbemerkt und infizieren sich über die Wunden an lebensgefährlichen Krankheiten. Daher rührt auch noch immer die verbreitete falsche Vorstellung, dass Lepra zu einem Abfallen von Armen, Händen oder Ohren führt. Da die Erkrankten keine Schmerzen spüren, werden Wunden oft unbehandelt gelassen und durch Entzündungen können diese Körperteile absterben. Dies ist aber nur eine indirekte Folge von Lepra.
Folgende Schwerpunkte wurden gesetzt:
Kleinkredite: Von Frauen wurde in Eigeninitiative und Eigenverwaltung eine Spar- und Kreditbank eingerichtet. Sie dient der Vergabe von Mikrokrediten für Aktivitäten im Handel, Landwirtschaft und Fischverarbeitung. Die Kapitalbasis wurde von Leprahilfe Senegal mit einem innerhalb von 3 Jahren rückzahlbaren Darlehen von EUR 3.400 aufgestockt.
Verbandstation: Im Frühjahr 2005 wurde die Verbandstation, in der die Wunden der Leprösen 2 Mal wöchentlich behandelt werden, renoviert. Aus hygienischen Gründen muss noch der Fußboden verfliest werden. Projektkosten: EUR 3.500.
Hühnerfarm: Von der Gemeinde wurde den Söhnen und Töchtern der Leprösen ein Grundstück zur Verfügung gestellt, auf dem Leprahilfe Senegal eine Hühnerfarm errichten wird. Dieses Projekt bietet einerseits 4 Personen einen Arbeitsplatz und hilft auch die Ernährungssituation im Dorf zu verbessern. Die Hühner sollen in Restaurants und Hotels in der Nähe verkauft werden. Der zukünftige Betriebsleiter befindet sich bereits in Ausbildung. Projektkosten: EUR 23.000. Dieses Projekt wird zu 50 % von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit – ADA - gefördert.
Häuser und Sanitäranlagen: Es werden wiederum 5 - 10 neue Häuser a EUR 2.150 und 3 - 5 sanitäre Anlagen a EUR 1.050 errichtet werden.Ausbildung/Computer: Derzeit wird ein Projekt ausgearbeitet, das Kindern und Jugendlichen das Erlernen moderner Kommunikationsmedien ermöglichen soll. Der dafür notwendige Bau soll anschließend an Kindergarten und Schule erfolgen. Gegen Bezahlung ist es auch allen Bewohnern von MBalling möglich, über das Internet mit der Welt zu kommunizieren. Die ersten Kostenschätzungen für dieses Projekt liegen zwischen EUR 15.000 und EUR 24.000. Bildung verbessert die Möglichkeit, in Zukunft selbstständig ein Einkommen zu verdienen. Begabte AbgängerInnen der Grundschule werden von der Leprahilfe Senegal in der Weiterbildung unterstützt. Derzeit bezahlen wir für 37 GymnasiastInnen und 3 Schüler von Fachschulen das Schulgeld und 3 Studenten – darunter einem taubstummen Mädchen - wird das Studium in Dakar ermöglicht.
Schneiderlehrwerkstatt: Mama Hedy hat schon früh die Notwendigkeit der Förderung von Eigeninitiativen erkannt. Sie hat zusammen mit dem Schneidermeister Edouard Bakhoum eine Schneiderwerkstatt aufgebaut, in der anfangs 5 Kinder lepröser Eltern eine dreijährige Lehre absolvieren konnten. Einerseits soll damit eine Berufsgrundlage geschaffen werden, und anderseits wird den ausgebildeten Mädchen dadurch die eigene Familiengründung erleichtert. Ein zusätzlicher Nutzen war auch noch, Kleider für die Schwerstbehinderten in MBalling und Darou Salam fertigen zu können. Nach und nach gingen wir dazu über, die Absolventinnen für den Eintritt ins Berufsleben mit einer mechanischen Nähmaschine auszustatten.Heute führt der durch Kinderlähmung behinderten Gora Diouf – ein ehemaliger Absolvent unserer Lehrschneiderei, der danach mehrere Jahre in einer Textilfabrik in Dakar arbeitete – die Werkstatt. Gora hat mit großem Engagement die Produktpalette erweitert und unter seiner Führung konnten wir die Lehrlingszahl auf 35 erhöhen. Dazu musste ein Anbau gemacht werden, es wurde Strom eingeleitet und leistungsstarke Industriemaschinen angeschafft. Die Kosten für diese Umbauarbeiten hat zur Hälfte die österreichische Entwicklungszusammenarbeit übernommen. Es ist geplant, in der Werkstatt auch eine Batik-Ausbildung einzurichten. Und nach wie vor bekommen die AbgängerInnen eine mechanische Nähmaschine als Starthilfe zum Aufbau einer eigenen Existenz.
Grundausstattung Gewerbebetriebe: Die nachhaltige Sicherung eines Grundeinkommens zumindest eines Familienmitgliedes wird immer wichtiger, um die Abhängigkeit von Geldzuwendungen aus Europa zu verringern. In den letzten Jahren wurden neue Netze für die Fischer gekauft, ein Gemischtwarenladen gebaut und eingerichtet, mehrere „Transportunternehmer“ mit Esel- und Pferdefuhrwerken ausgestattet, in eine Schmiede Strom eingeleitet und ein „Telecenter“ mit den technischen Anlagen und einem Computer versorgt. Bauern erhalten einen Zuschuss für das Saatgut und die Schädlingsbekämpfung. In MBour wurde eine Gasverkaufsstation errichtet und mit der ersten Grundausstattung versehen. Gasflaschen sind für das Kochen notwendig, da Holz sehr teuer ist. Der Verkaufgewinn kommt der Vereinigung der Leprösen von Darou Salam zugute.Kinderpatenschaften: Rund 40 Spender haben sich entschlossen, für Babys und Kleinkinder von besonders bedürftigen Familien Kinderpatenschaften zu übernehmen. Mit der monatlichen Spende von € 22,-- wird den Familien dieser Kinder Lebensmittel zur ausreichenden Ernährung der Kinder zur Verfügung gestellt, es werden Medikamentenkosten übernommen und ein Zuschuss zu Kindergarten und zur Ausbildung gewährt.
Bei all den notwendigen Investitionen in die Zukunft dürfen aber natürlich auch die alltäglichen Probleme nicht vernachlässigt werden. So mussten im vergangenen Jahr wieder zehn Häuser errichtet werden: Die blinde Fatou lebte seit Jahren nur unter einer Plastikplane. Das neue Haus bietet ihr endlich eine menschenwürdige Unterkunft.